Das Sinometer ist
eine Maschine, die messen soll, ob eine Person mehr zur Sünde oder zur Tugend
neigt. Der Apparat ist aus verschiedenen Teilen medizinischer Technik und einem
Mikroprozessor zusammengesetzt.
Auch wenn in der heutigen Zeit ein dualistisches
Weltbild - ein Schwarz-Weiß-Denken - wie in es den sieben Todsünden
und den sieben Tugenden zu finden ist, meist als archaisch angesehen wird, so
werden in unserer Gesellschaft doch häufig fragwürdige Methoden benutzt,
um einer Sache auf den Grund zu gehen oder einen "Beweis" zu finden,
die ebensolche dualistischen Denkweisen als Grundlage haben. Da gibt es zum Beispiel
in zahlreichen TV-Shows Lügendetektortests und auch das E-meter der Scientologen,
welches angeblich die Spiritualität der Person prüft, fällt in
diese Kategorie. Aber auch mache Behörden nutzen ähnliche Techniken.
In Großbritannien werden teilweise telefonische Lügendetektorsysteme
benutzt, um Sozialhilfebetrüger zu überführen oder es werden Sexualstraftäter
an Lügendetektoren angeschlossen, um ihren Rückfall auszuschließen.
Nach
langer Recherche mit diversen Interviews (u.a. mit Priestern und Psychotherapeuten)
konnte Jennifer Baumeister einen klaren Zusammenhang zwischen Angst und Sünde
ziehen: Angst als Ursprung aller erwähnten Sünden und Liebe als Ursprung
der Tugenden. Aus dieser Feststellung baute sie eine Maschine, welche die Tendenz
der Menschen zu Sünde und Tugend anzeigt.
Das Sinometer zeigt nicht
nur, ob Du eher zur Sünde oder zur Tugend neigst, aber auch wie einfach es
ist in eine Kathegorie geschoben zu werden und wie gerne einfache Antworten angenommen
werden.
Details sind im Arbeitstagebuch (s.u. als Pdf) nachzulesen.